Die Wirtschaft gewinnt an Fahrt, und das Ziel, nachhaltig profitabel zu wachsen, spielt für Unternehmen wieder die entscheidende Rolle. Um dabei mit Weitblick etwas zu bewegen, muss sich HR jetzt selbst in Bewegung setzen. Die Towers Watson HR-Executive Konferenz 2010 hat gezeigt, auf welche Themen es dabei ankommt. Die Konferenz findet jährlich statt. Dieses Jahr wurde sie von 260 HR-Managern besucht und hat sich damit als die führende Fachveranstaltung im deutschsprachigen Raum etabliert.
Lesen Sie dazu auch das Interview mit Olaf Lang, Leiter des Beratungsbereichs „Talent & Rewards“ bei Towers Watson Deutschland.
„Powering growth through an engaged workforce: What will it take?“ Diese Frage hat Julie Gebauer, Managing Director Talent & Rewards Towers Watson, in ihrer Keynote Speech auf Basis der Towers Watson Global Workforce Study 2010 beantwortet. Ein Fazit: Die Lücke wächst zwischen dem, was Mitarbeiter erwarten und was Arbeitgeber ihnen bieten. Und sie kann nur geschlossen werden, wenn Unternehmen differenziert in ihre Mitarbeiter investieren, Führungsteams, Vergütungsstrukturen und HR-Organisationen entwickeln, mit denen sie flexibel auf den Wirtschaftswandel reagieren können und Mitarbeitern die Möglichkeit geben, Verantwortung für ihre berufliche Zukunft zu übernehmen.
„Umsetzung der HR-Strategie in schwierigen Zeiten“ war das Thema der zweiten Keynote-Rede. Jörg Schwitalla, Chief Human Resources Officer MAN SE, hat hier beschrieben, wie es seinem Unternehmen gelungen ist, die HR-Strategie, die HR-Organisation und die Führungsarbeit so auf die Unternehmensstrategie auszurichten, dass die MAN Gruppe auch in Zukunft ihre Ziele erreicht. Beeindruckend war vor allem die Herausforderung, HR über alle Geschäftsfelder und Länder hinweg einheitlich zu gestalten – und das in einem Kontext, der durch die Wirtschaftskrise und interne Restrukturierungen geprägt war.
Danach ging es in die Workshop-Runden. HR-Praktiker führender Unternehmen haben hier aktuelle Projekte vorgestellt, mit denen sie die Personalarbeit zukunftsorientiert gestaltet haben. Im Mittelpunkt standen Themen wie Talent Management, HR-Organisation, Funktionsbewertung, Engagement, Vorstands- und Führungskräftevergütung, Mitarbeiterbefragung und Pensionsfonds. Die lebhaften Diskussionen haben gezeigt: Die HR-Profis suchen jetzt vor allem praktikable Lösungen mit Business-Relevanz.
Der IBM-Manager und Bestseller-Autor Prof. Gunter Dueck hat im abschließenden Hauptvortrag zum Thema „Personalmanagement zwischen Up and Down“ gesellschaftliche und technische Trends provokant skizziert und die Brücke zum HR-Management geschlagen. Eine zentrale These: Deutschland muss sich von der Dienstleistungsgesellschaft zu einer Wissensgesellschaft entwickeln. Bildung für alle! Diese Forderung wird auch in der HR-Programmatik eine immer wichtigere Rolle spielen. Vor allem kommt es darauf an, so Prof. Dueck, dass sich HR „mehr um die Mitarbeiter kümmert“.
Eine HR-Leiterin: „Plenarvorträge, Workshops und der offene Dialog haben mir wichtige Impulse gegeben.“ Wir freuen uns, wenn jeder Teilnehmer Denkanstöße mitgenommen hat, um noch mehr zu bewegen. Und wir laden alle dazu ein, ihre Ideen und Fragen mit uns weiter zu diskutieren!