Der sorgenvolle Blick auf den Ruhestand und das Versorgungsniveau im Alter ist heute aus der Öffentlichkeit kaum noch wegzudenken. Das Vertrauen in die gesetzliche Rente sinkt, das Bewusstsein für zusätzliche, notwendige Vorsorge ist da – wird aber nicht immer in Handlungen umgesetzt. Die Weichen für eine positive Wahrnehmung der betrieblichen Altersversorgung (bAV) sind damit eigentlich gestellt. Aber wird diese von den Mitarbeitern auch tatsächlich wertgeschätzt?

Die Retirement-Attitudes-Studie von Towers Watson hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, ein genaueres Bild von der Einstellung und Erwartungshaltung der Mitarbeiter zur betrieblichen Altersversorgung zu bekommen. Dazu wurden über 2.000 Arbeitnehmer in Deutschland befragt.

Untersucht wurde unter anderem die Frage, wie Mitarbeiter ihre Versorgungssituation im Alter einschätzen:

  • Nur noch rund ein Viertel der Mitarbeiter vertraut darauf, dass es aus der staatlichen Sozialversicherung noch ein angemessenes Renteneinkommen erhalten wird.
  • Die betriebliche Altersversorgung gewinnt an Bedeutung. Sie ist für viele Mitarbeiter bereits die wichtigste oder die zweitwichtigste Einkommensquelle im Alter. Der Großteil der befragten Mitarbeiter erwartet darüber hinaus ein aktives Engagement seines Arbeitgebers in der Altersversorgung.

Auch die Unternehmen sehen sich selbst im Hinblick auf die Altersversorgung mehr und mehr in einer führenden Rolle. Neben dem Fürsorgegedanken ist für sie auch die personalpolitische Wirkung der bAV interessant: In Zeiten des Fachkräftemangels sind Differenzierungsmerkmale dringend gefragt, um die richtigen Mitarbeiter für das Unternehmen zu gewinnen und auch dort zu halten. Auch wenn ein Großteil der Unternehmen ihren Mitarbeitern bereits Vorsorgepläne anbieten, so zeigt die aktuelle Studie, dass das alleinige Angebot einer bAV nicht automatisch eine positive Wirkung erzielt. Mitarbeiter haben eine klare Vorstellung davon, welche Gestaltungsmerkmale eine attraktive bAV ausmachen:

  • Für 77 Prozent der Mitarbeiter ist Inflationsschutz besonders wichtig.
  • Auch Wahlmöglichkeiten bei der Auszahlung (Rente oder Einmalkapital) wird von 68 Prozent der Befragten eine große Bedeutung zugemessen.

Grundsätzlich zeigen viele Mitarbeiter ein hohes Interesse an Kommunikationsunterlagen zur bAV: Sie informieren sich regelmäßig über den aktuellen Stand. Allerdings werden die meisten Mitarbeiter dadurch noch nicht aktiv und setzen Vorhaben zur Eigenvorsorge in die Tat um nachdem sie ihren Kontostand geprüft haben – und das, obwohl viele Mitarbeiter von sich selbst sagen, dass sie mehr fürs Alter sparen sollten. Kommunikation muss also tiefer gehen und die richtigen Botschaften senden, um die Mitarbeiter auch auf emotionaler Ebene von der Vorteilhaftigkeit der bAV zu überzeugen und zum Handeln zu aktivieren.

Die ausführlichen Studienergebnisse stellen wir Ihnen gerne auf Anfrage zur Verfügung. Bitte senden uns eine Mail an Marketing_Germany@towerswatson.com