Benefits Magazin Dezember 2017

Die betriebliche Altersversorgung (bAV) ist in aller Munde – nicht zuletzt dank der Debatten um das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG). Manche bAV-Verantwortlichen werden jetzt in hektischen Aktionismus verfallen. Die meisten lehnen sich jedoch eher zurück. Erst ab 2020 werden Tarifverträge wohl die neu geschaffene reine Beitragszusage im Sozialpartnermodell aufgreifen, so ihre Meinung. Wie sähe nun ein „goldener Mittelweg“ zwischen Loslegen und Abwarten aus?

Benefits! hat schon mal vorsortiert – wer gute Neujahrsvorsätze für die bAV aufstellen möchte, findet hier einen Vorschlag: 1. Den Überblick behalten, 2. Die dringenden Aufgaben angehen, 3. bAV ganzheitlich denken. Einen Überblick über die Rentenpolitik der deutschsprachigen Länder bietet die Rubrik „Im Fokus“ (S. 5). Die jetzt konkret dringlichen Prioritäten werden in „Praxis bAV“ aufgelistet (siehe S. 10 und 12).

Ganzheitlich gedacht ist beispielsweise eine bAV, die auch die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit einschließt (siehe S. 17), deren Finanzierung („Langfristprognosen“ S. 25) und Anlagemanagement („Zinswende“ S. 27) langfristig geplant sind und die sich auch gegenüber einer solide aufgestellten internen Revision (S. 19) gut sehen lassen kann. Übrigens: Dass kleinere Unternehmen oder Einrichtungen der bAV die Anforderungen an die interne Revision wahrscheinlich nur durch eine Ausgliederung erfüllen können, nimmt der Gesetzgeber in Kauf. Daher lohnt es sich ggf., die Nutzung externer bAV-Vehikel, z. B. der von Willis Towers Watson bereitgestellten Unterstützungskasse, CTA oder Pensionsfonds, zu prüfen. Eine bAV-Harmonisierung (S. 14) ist umständlich, komplex und teuer? Die BNP Paribas sieht das anders. „Im Ergebnis positiv“ lautet ihr Fazit (S. 16).

Positiv zeigt sich auch die Entwicklung zum steuerbilanziellen Rechnungszins für die bAV. Nachdem der Gesetzgeber dieses Thema im Rahmen des BRSG nicht angepackt hatte, liegt es nun beim Bundesverfassungsgericht. Was das für die aktuellen Steuerbescheide bedeutet, zeigt S. 28.